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Sobre Husserl (Alemán)
Comentarios a los parágrafos 80-81 de:
Ideen zu einer reinen Phänomenologie und
phänomenologischen Philosophie, de Husserl
08.06.10
§ 80 Die Beziehung der Erlebnisse auf das reine Ich
Wie schon in den §§ 30-34 akzentuiert geworden ist, unterscheidet sich eine phänomenologische Untersuchung von einer theoretischen oder wissenschaftlichen Betrachtungen der Welt wie folgt: die phänomenologische Perspektive richtet sich auf das Erlebnis als eine vor-theoretische Einheit des Bewusstseins, d.i, sie betrifft nur das Erlebnis als solches. Ein solcher Unterschied führt zur einer Reduktion oder Vereinfachung der Rolle des Ich, weil wir nur die Welt als Erlebnisstrom betrachten. Nun kommen wir zu der Frage, wie diese Funktion des reinen Ich verstanden werden soll. Husserl ist der Meinung, dass das reine Ich in einer notwendigen Aufeinanderbezogenheit zu den Erlebnissen als solche steht, weil das Ich immer die Voraussetzung der Erlebnisse ist. Unter reinem Ich versteht Husserl die Basis oder Voraussetzung aller Akte des Wollens, des Denkens, des Wünschen, des Leidens usw., wobei alle Akte zustande kommen, insofern hat das Ich „Aktualität“ in jedem Akt. Aber Husserl behauptet, dass es nach der phänomenologischen Perspektive ein weiteres Feld der Erlebnisse gibt, d.h. übrige Erlebnisse, die nicht auf das Ich bezogen sind. Diese Ergebnisse konstituieren gleichzeitig den Hintergrund desselben oder, in Husserls Termini, das Feld der Freiheit. Daraus folgt, dass Husserl eine gewisse Äußerlichkeit des Ich behauptet, obwohl die Ergebnisse sich durch das Ich konstituieren. In diesem Sinn hat das Ich keinen intrinsischen Inhalt und reduziert sich auf eine minimale Funktion. Anderes ausgedrückt, es lässt sich das Erlebnis selbst, das auf ein Ich bezogen ist, von dem reinen Ich des Erlebens unterscheiden. Deswegen können wir zwei Dimensionen der Erlebnisse bestimmen: Einerseits eine subjektiv orientierte Seite, die einer theoretischen (philosophische) Sphäre entspricht. Andererseits die objektiv-orientierte Seite, die zur „Konstitution der Objektivität für die Subjektivität“ führt. Diese objektive Seite des Erlebnisses untersucht Husserl mit besonderem Interesse.
§ 81 Die phänomenologische Zeit und das Zeitbewusstsein
Für Husserls Argumentation ist entscheidend, die phänomenologische Zeit als allgemeine Eigentümlichkeit aller Erlebnisse darzustellen. Im Zentrum eine solcher These steht die Idee, dass die phänomenologische Zeit, wo nur das Erlebnis in seinem einheitlichen Aspekt erscheint (vor- theoretischer Moment) vom reinen Ich und einer objektiven Welt (kosmischer Zeit) zu unterscheiden ist. Husserls Analyse der phänomenologischen Zeit und des Zeitbewusstseins versucht zu zeigen, dass die kosmische Zeit und das Zeitbewusstsein analog sind. Das heißt nicht anderes als die Aussage, dass das Zeitbewusstsein in einer kontinuierlichen kosmischen Zeit zustande kommt. Mit anderen Worten, die Zeitlichkeit der Erlebnisse ist sowohl „ein allgemein zu jedem einzelnen Erlebnis Gehöriges“ als auch „die Form der Erlebnisse“, d.h. „Erlebnisse mit Erlebnissen verbindende notwendige Form.“ Nehmen wir das Beispiel der Freude. Um dies Erlebnis zu haben, sollen wir ein Kontinuum voraussetzen, wodurch wir das Erlebnis der Freude beenden oder anfangen können. Im Gegensatz zum Erlebnis der Freude oder der Traurigkeit kann nicht der „Erlebnisstrom“ enden oder anfangen. (S. 182) Dies ist so, weil das Erlebnis sich auf die Basis eines unendlichen Kontinuums bezieht. Sonst könnten wir gar kein aktuelles Jetzt (Soeben) erklären, da die Erlebnisse kontinuierlich-intentionale Akte sind. Beide analoge Dimensionen zusammen ergeben eine bestimmte und einheitliche Konzeption der phänomenologischen Zeit, die erklärt, wie neue Inhalte und ihre unendlichen Modifikationen zustande kommen. Die Gründe für die Annahme einer analogischen Dimension liegen daran, dass alle Erlebnisse eine Dauer haben. Damit ordnet es sich in einem endlosen Kontinuum ein, das unendlich erfühlter Zeithorizont genannt werden kann.
Sobre Schopenhauer (alemán)
Objektivation des Willens § 18-21 Die Welt als Wille und Vorstellung (Arthur Schopenhauer)
Um die Objektivation des Willens zu beweisen, setzt Schopenhauer eine These voraus, die kurz so ausgedrückt werden kann: „Der erkennende Subjekt (der Forscher) findet sich in der Welt als Individuum, d. h. sein Erkennen ist nur vermittelt durch einen Leib und impliziert dem rein erkennenden Subjekt eine Vorstellung, wie jede andere, ein Objekt unter Objekten“ (Ontologischer Monismus. Es gibt keine objektive Erkenntnis des Willens außer der Tathandlung des Leibes). Die Bewegung und die Aktionen desselben (des Leibes) erklären ihm, wie die Veränderungen in der Anschauung gegebene Dinge bekannt sind. Also die zu beweisende These lautet: Der Willensakt und der Leib sind eben dasselbe. Dabei wird der Leib auf zwei verschiedene Weisen aufgefasst: erstens als Objekt unter Objekten, zweitens als Wille, d.i. das innere Getriebe seines Wesens, seines Tuns, seiner Bewegungen. Die Argumentation läuft also auf ein Bikonditional hinaus: „Jeder echte unmittelbare Akt des Willens ist sofort und unmittelbar auch erscheinender Akt des Leibes; und diesem entsprechend ist anderseits jede Einwirkung auf den Leib sofort und unmittelbar auch Wirkung auf den Willen.“ (z.B, Schmerz, wenn sie dem Willen zuwider; Wohlbehagen oder Wollust, wenn sie ihm gemäß ist.
Argument der Objektivation des Willens:
1. Jeder wahre Akt eines Willens (Erscheinung in der Welt) ist sofort und unausbleiblich auch eine Bewegung eines Leibes. Weil der Wille den Akt nicht wirklich wollen kann, ohne zugleich wahrzunehmen, dass er als Bewegung des Leibes erscheint.
2 Man kann in der Reflexion allein das Wollen und Tun unterscheiden, aber in der Wirklichkeit sind sie eins. Schmerz und Wohlbehagen sind Affektionen des Willens in seiner Erscheinung, dem Leibe. Es gibt aber Affektionen, die dem Verstand nur Data des Gesichts, des Gehörs und des Tastsinns liefern. Sie affizieren nicht den Willen.
3. Ich erkenne den Willen allein in seinen einzelnen Akten, also in der Zeit, welche die Form der Erscheinung meines Leibes, wie jedes Objektes ist: daher ist der Leib Bedingung der Erkenntnis (Objektivation) meines Willens.
4. Der Willensakt kann man sich nur durch den Leib manifestieren. (IP)
→ Der Willensakt und die Aktion des Leibes sind nicht zwei objektiv erkannte verschiedene Zustände, die zu einander in Verhältnis von Ursache und Wirkung stehen, sondern sie sind eins und dasselbe. (nur auf verschiedene Weise gegeben). Anders gesagt, „der Wille ist die Erkenntnis a priori des Leibes und der Leib ist die Erkenntnis a posteriori des Willens.“
Was versteht Schopenhauer unter Wille?
Eine Erscheinung in der Welt kann man auf zwei Weisen erklären: als Beschreibung von Gestalten oder als eine aitiologische Beschreibung. Beide Beschreibungen gehören zu Naturgesetz, weil sie unter empirischen Bedingungen (Wirkung und Ursache) stehen. Die Frage aber zu dem inneren Wesen der Handlung kann man aus anderer Perspektive betrachten, obwohl es uns fremd erscheint:
„Die Kraft selbst, die sich äußert, das innere Wesen der nach jenen Gesetzen eintretenden Erscheinungen bleibt ihr ewig ein Geheimnis, ein ganz Fremdes und Unbekanntes, sowohl bei der einfachsten wie bei der kompliziertesten Erscheinung.“ (S. 154)
Das innere Wesen der Äußerungen und Handlungen des Leibes ist eine Qualität, ein Charakter. Das ist Wille. Der Wille als solches bedeutet nichts in der Zeit, weil er nur ein Grund der Erscheinungen ist. Nach Schopenhauer ist der Wille eine Anwendung der Reflexion, das Ding an sich. „Er ist das Innerste, der Kern jedes Einzelnen und ebenso des Ganzen: er erscheint in jeder blindwirkenden Naturkraft: er auch erscheint im überlegten Handeln des Menschen.“ (S. 170)
Problematisierung und Fragen:
Der Wille steht in Verbindung zu den Wünschen. Ist ein Akt des Leibes, der von einem Wunsch hervorgerufen worden ist, eine Objektivation des Willens?
Inwiefern ist der Wille eine Erkenntnis a priori des Leibes?
Es ist möglich, dass der Wille nichts anderes als eine konstante Wirkung und Ursache sei, ad infinitum, ohne dass ihm ein inneres Wesen vorausgesetzt werden müßte.
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